Published On: Juni 17th, 20228,3 min read
Categories: Küche

Hat Deine Küche ein Makeover verdient oder bist Du unzufrieden mit der Optik der Küche in Deiner Mietwohnung? Eine relativ einfach nutzbare Möglichkeit, optisch den eigenen Geschmack zur Geltung zu bringen, können selbstklebende Folien bieten. Diese kannst Du in relativ kurzer Zeit auch mit ein wenig Mühe selbst anbringen und Deine Küche den eigenen Vorlieben anpassen. Was Du noch zu diesem kleinen DIY-Projekt wissen musst, erfährst Du hier.

Küchenarbeitsplatten mit Kontaktpapier neu beschichten

Möchtest Du Deine Küche verschönern oder die Mietküche schützen, ist eine klebende Folie die richtige Wahl. Aus einer großen Auswahl an Designs wählst Du jenes Produkt, welches Deinen Vorstellungen entspricht und bringst dieses in nullkommanichts in der Küche an. Solltest Du einmal keine Lust mehr auf das Design haben oder ist die Folie in die Jahre gekommen, kannst Du sie problemlos abziehen. In diesem Sinne ist das Kontaktpapier für jedermann geeignet und sorgt für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.

Langweilige Schrankflächen, verfärbte Arbeitsplatten, ein altmodischer Tisch – Folien für Möbel kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Optik verändert und aufgewertet werden soll. Immerhin ist es viel zu schade, Mobiliar direkt wegzuschmeißen. Die klebenden Folien oder auch Kontaktfolien helfen Dir deswegen nicht nur, Deine Wohnträume einfach zu realisieren, sondern wirken auch Ressourcenverschwendung entgegen.

Dabei handelt es sich um einfache Folien aus Polyvinylchlorid (kurz als „PVC“ bekannt), deren Rückseite mit einer speziellen Klebeschicht versehen wurde. Dementsprechend musst Du die Folie nur vorsichtig anbringen und ehe Du Dich versiehst, strahlt Dein Raum im neuen Look. Gerade bei Einbaumöbeln, wie der Küche, sparst Du Dir dementsprechend Geld und Aufwand.

Vorteile der selbstklebenden Möbelfolie in der Küche

kueche-moebelfolieDie Grenze zwischen Küche und Wohnraum verschwimmt in manch Wohnungen und Häusern und so wird die Küche gerne als Wohnbereich genutzt in dem viel Zeit verbracht wird. Besonders bei offenen Küchen spielt das Design und die Farben eine wichtige Rolle. Darüber hinaus versammelt sich hier gerne der ganze Haushalt, am kleinen Frühstückstisch wird gemütlich gemeinsam Kaffee getrunken und dazwischen wird der Tisch zum Lernen, Lesen, Arbeiten und Entspannen genutzt. Das hinterlässt manchmal natürlich den ein oder anderen Fleck. Andererseits möchtest Du umso mehr von einer gemütlichen Atmosphäre und einer schicken Optik profitieren. Dabei kann eine Möbelfolie eine gute Option darstellen.

Kratzer, aber auch Verfärbungen von Tomatensoße, Kurkuma und Co hinterlassen im Laufe der Zeit ihre Spuren. Oder bist Du schlichtweg unglücklich mit der Optik Deiner alten Einbauküche! Egal, wieso Du über eine optische Aufwertung nachdenkst – die Kontaktfolie kann eine Lösung für solche Fälle sein. Hier findest Du verschiedenste Designs, Stein- und Holzoptik sind beispielsweise beliebte Allrounder Muster. Alternativ kannst Du natürlich auch auf schlichte Farben zurückgreifen. Wenn Du im Rahmen eines kleinen DIY-Projekts die Folie selbst anbringen möchtest, achte auf Hitzebeständigkeit, dass das Material kratzfest ist und Flecken nicht so leicht aufnimmt. Besser ein paar Euro mehr ausgeben, als zwei mal zu kaufen.

Tipp: Die Folien lassen sich spurenfrei abziehen und dienen dementsprechend als Schutz der Arbeitsplatte. Sie eignen sich also auch, wenn Du Deine Mietwohnung schonen willst. Vor dem Umzug kannst Du die Möbelfolie einfach entfernen und dem Vermieter die Küche in einwandfreiem Zustand übergeben.

Diese Designs eignen sich in der Küche

Die Welt der Möbelfolien ist groß. Dementsprechend findest Du unterschiedliche Designs, Farben und Muster. Das reicht vom avantgardistischen Retrodesigns über orientalische Ornamente bis zu klassischen Stein- und Holzoptiken. Berücksichtigt allerdings bei der Wahl des Designs, dass die Arbeitsplatte im Alltag nicht besonders verschont bleibt. Sehr helle Farben können daher schnell schmutzig wirken. Dementsprechend sind gerade Holz- und Steinoptiken besonders beliebt in der Küche. Diese kaschieren Verunreinigungen und Co, während sie außerdem zeitlos und edel wirken. Will man aber mal was ganz schrilles ausprobieren, kann man natürlich auch auf grelle Farben und wildere Design zurückgreifen.

Wie bringt man Möbelfolie an?

Das Anbringen von Folie auf verschiedensten Oberflächen ist relativ leicht. Du kannst das Projekt problemlos in Eigenregie durchführen, allerdings wird es zu zweit einfacher sein. Die benötigten Utensilien hast Du u.U. schon zuhause und so kann es nach dem Kauf der Möbelfolie direkt losgehen.

Was wird zum Anbringen von Möbelfolie benötigt?

Genügend Folie: Miss die Länge Deiner Küchenzeile schon im Vorhinein ab, um genügend Folie parat zu haben. Die Breite sollte in der Regel kein Problem sein. In Sachen Länge gilt wiederum lieber zu viel als zu wenig. Ein Cuttermesser, einen Rakel zum Glattstreichen und einen Föhn.

Folie auf der Arbeitsplatte anbringen – Step by Step Anleitung

  1. Bereite die Platte vor. Diese muss vor dem Aufkleben sauber, trocken sowie staub- und fettfrei sein. So garantierst Du, dass die Folie auch optimal klebt.
  2. Lege die Folie auf der sauberen Platte auf und markiere Stelle für Erhebungen, wie beispielsweise den Wasserhahn. Diese Stellen zeichne ein und schneide den Teil entsprechend aus. Aussparungen für E-Herd oder Waschbecken kannst Du auslassen.
  3. Jetzt geht es schon ans Kleben. Klebe die Folie vorsichtig und Zentimeter für Zentimeter an. Je behutsamer Du vorgehst, desto eher vermeidest Du auch Bläschen oder Erhebungen. Arbeite Dich daher Schritt für Schritt vor und glätte die Folie mit der Rakel. Hast Du keine Rakel zur Hand, kannst Du auch eine Karte oder ein andere festes, kantiges Objekt nutzen.
  4. Die Enden beziehungsweise die Kanten der Platte müssen zum Schluss noch fest angedrückt werden. Hier hilft Dir der Föhn. Erwärme die Enden der Folie mit diesem und drücke sie Zentimeter für Zentimeter an der Kante an. Arbeite etwaige Blasen noch mit der Rakel aus.
  5. Fast geschafft, denn jetzt musst Du nur noch E-Herd und Waschbecken ausschneiden. Die Folie schneidest Du einfach mit dem Cutter entlang des Objekts. Sollte die Folie zudem zu breit sein, schneidest Du sie noch entlang der Kanten ab. Ziehe die Folie von Herd, Spüle und Co ab – fertig.

Tipp: Reste kannst Du ebenso verwerten, indem Du beispielsweise Schränke oder Kommoden damit verschönerst.

Wie vermeidet man Blasen bei selbstklebenden Folien?

Grundsätzlich ist das Anbringen der Folie leicht und das Ergebnis vielversprechend. Dennoch kann Blasenbildung die Optik am Ende stören.

Glättest Du die Folie beim Auftragen nicht ausreichend oder gehst Du zu schnell vor, kann sich schnell Luft unter diese verirren. Das Ergebnis sind kleine Luftbläschen unter der Oberfläche, welche für ein unschönes Bild sorgen. Doch mit ein paar Tipps und Tricks kannst Du auch dieses Risiko vermeiden.

Wie Blasenbildung bei selbstklebender Folie vermeiden?

  1. Arbeite langsam
    Indem Du Dich Schritt für Schritt vorarbeitest, kannst Du Bläschen direkt vermeiden und diese ausbessern. Klebe die Folie daher wirklich langsam und Stück für Stück an.
  2. Nutze eine Rakel
    Die Rakel hilft Dir dabei, das Kontaktpapier zu glätten und Bläschen auszubessern.
  3. Die Nassmethode
    Neben der Trockenmethode, welche Du oben findest, kannst Du die Folie auch mittels Nassmethode anbringen. Bei dieser sinkt nämlich das Risiko auf Blasenbildung und Du kannst etwaige Bläschen noch glätten.

Dafür befeuchte die zu beklebende Fläche vor dem Ankleben mit etwas Wasser und Spülmittel. Danach gehe wie in der Anleitung, welche Du oben findest, vor. Aufgrund der Feuchtigkeit klebt die Folie nicht direkt, sondern lässt sich noch etwas bearbeiten. So kannst Du Folien ganz einfach herausarbeiten und vermeiden.

Wie lange hält die selbstklebende Folie in der Küche?

Wie lange die Folie am Ende auf Deiner Küche hält, hängt weitgehend von der Verwendung ab. Je stärker die Belastung ist, desto kürzer ist die Lebenszeit. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Du die Folie nicht komplett beanspruchst. Verschone sie daher vor zu starken Temperaturschwankungen und lasse sie nicht nass stehen. Abhängig von der Verwendung und Abnutzung kann das Kontaktpapier ein paar Jahre Deine Küche schmücken.

Vorteile der Möbelfolie

Da Möbelfolien vergleichsweise günstig sind, kannst Du sie ohne Bedenken nach ein paar Jahren austauschen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Folie nicht mehr richtig klebt.

Wie reinigt man Möbelfolie?

Möchtest Du die angebrachte Folie reinigen, musst Du nicht viel beachten. Denn im Grunde funktionieren Pflege und Reinigung genauso wie ohne Möbelfolie. Wische die Platte nach der Verwendung einfach mit lauwarmen Wasser feucht und verwende Spülmittel zur Lösung von Flecken. Nach dem Wischen trockne die Platte noch mit einem Tuch.

Damit Du lange Freude an Deiner verschönerten Küche hast, solltest Du unbedingt auf intensive Reinigungsmethoden verzichten. Verschone die Folie in diesem Sinne vor der Reinigung mit einem Dampfreiniger oder harten Chemikalien, die das Material auflösen könnten.

Kann man Folie von der Küche abziehen?

Möchtest Du ein neues Design in Deine Küche integrieren, ist Deine Folie in die Jahre gekommen oder steht der Umzug an, kannst Du das Kontaktpapier schlicht abziehen. Das geht bei gut gewählter Qualität relativ einfach und spurenfrei.

In der Regel reicht es aus, wenn Du die klebende Folie einfach an einer Ecke löst und langsam aber stetig im ganzen Stück abziehst. Dieser Vorgang ist bei stabiler Folie in wenigen Minuten erledigt. Solltest Du allerdings keine Ecke lösen können oder lässt sich das Kontaktpapier nicht von der Fläche ziehen, leistet ein Föhn Abhilfe. Mit dem Föhn kannst Du den Kleber nämlich vorsichtig lösen. Halte den Föhn dafür an die zu lösende Stelle und ziehe diese nach kurzer Zeit ab. So arbeitest Du Dich Stück für Stück vor. Ist die Folie komplett gelöst, offenbart sich Dir die geschonte Platte.